Sennebogen aus Straubing kooperiert mit European Metal Recycling (EMR), einem der weltweit größten Metallrecycler. Die strategische Partnerschaft zielt auf nachhaltigere Recyclingprozesse ab. Für den bayerischen Spezialisten für Materialumschlag-Maschinen bedeutet das Zugang zu einem der größten Akteure der Kreislaufwirtschaft.
EMR betreibt über 170 Standorte weltweit und verarbeitet jährlich mehrere Millionen Tonnen Altmetall. Das britische Unternehmen setzt dabei verstärkt auf moderne Umschlagtechnik. Sennebogen liefert seit Jahren spezialisierte Maschinen für das Schrott-Handling – von kompakten 30-Tonnen-Maschinen bis zu 150-Tonnen-Umschlagbaggern mit Reichweiten über 20 Meter.
Die Partnerschaft könnte für Sennebogen neue Absatzmärkte erschließen. Metallrecycling wächst weltweit: Die EU strebt bis 2030 eine Verdopplung der Recyclingquoten an. Wer heute in spezialisierte Umschlagbagger investiert, setzt auf steigende Materialmengen und strengere Umweltauflagen. EMR als Partner bietet direktes Feedback aus der Praxis – entscheidend für die Weiterentwicklung von Anbaugeräten und Maschinenkonzepten.
Für den Recycling-Markt sind solche Kooperationen wichtig: Spezialisierte Greifer, höhere Hublasten und längere Standzeiten senken die Betriebskosten pro verarbeiteter Tonne. Sennebogen positioniert sich damit als Technologiepartner, nicht nur als Maschinenlieferer. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit mit großen Recyclingunternehmen zusammengearbeitet, die EMR-Partnerschaft ist aber strategisch breiter angelegt.
Der Wandel hin zu Nachhaltigkeitslösungen zeigt sich auch bei anderen Herstellern: Liebherr und Caterpillar haben ebenfalls spezielle Recycling-Varianten ihrer Bagger im Programm. Sennebogen konzentriert sich jedoch ausschließlich auf Umschlag und Materialhandling – ein Nischenmarkt, der in der Kreislaufwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Konkrete Maschinenzahlen oder Investitionsvolumina nennen beide Partner nicht. Die Kooperation soll aber langfristig angelegt sein und auch gemeinsame Entwicklungsprojekte umfassen. Für Betreiber von Recyclingbaustellen könnte das mittelfristig optimierte Maschinen für höhere Durchsatzleistungen bedeuten.

