Kleemann aus Göppingen hat einen kompletten Anlagenzug nach Brasilien geliefert. Der deutsche Spezialist für mobile Brechanlagen und Siebanlagen ergänzt dort eine mobile Asphaltmischanlage des Partners Ciber. Der Auftrag zeigt, wie deutsche Brech- und Siebtechnik in wachsenden Infrastrukturmärkten Südamerikas Fuß fasst.
Die Kombination aus Kleemann-Brechanlage, Sieb und mobiler Asphaltanlage erlaubt dem brasilianischen Betreiber eine komplett mobile Asphaltproduktion. Gestein wird direkt vor Ort gebrochen, gesiebt und zu Asphalt verarbeitet. Das spart Transportwege und reduziert die Logistikkosten erheblich. Gerade in einem Flächenland wie Brasilien mit teilweise mangelhafter Infrastruktur zahlt sich mobile Technik aus.
Kleemann baut seit Jahrzehnten mobile Brechanlagen für den Steinbruch-, Recycling- und Straßenbau. Die Technik aus Göppingen ist robust, wartungsarm und für den Dauereinsatz unter schwierigen Bedingungen ausgelegt. Genau das braucht der brasilianische Markt: zuverlässige Maschinen, die auch bei hohen Temperaturen und Staub durchlaufen.
Der brasilianische Asphaltanlagen-Hersteller Ciber setzt auf mobile Technik, um flexibel auf Bauprojekte reagieren zu können. Die Kooperation mit Kleemann erweitert das Produktportfolio und liefert eine Komplettlösung aus einer Hand. Der Kunde bekommt Brecher, Sieb und Asphaltmischanlage aus einem Guss – das vereinfacht Wartung, Ersatzteilversorgung und Maschinenabstimmung.
Für Kleemann könnte der Auftrag ein Signal für weitere Expansion in Lateinamerika sein. Brasilien investiert massiv in Infrastruktur, insbesondere Straßen und Autobahnen. Mobile Technik ist gefragt, weil sie schnell verlegbar ist und Transportkosten senkt. Die Expertise aus Deutschland trifft auf einen wachsenden Markt mit hohem Nachholbedarf.
Ob Kleemann weitere Anlagen nach Brasilien oder andere südamerikanische Länder liefert, ist noch offen. Die Wirtgen Group, zu der Kleemann seit 2008 gehört, hat bereits Erfahrung in der Region – etwa mit Joseph Vögele Asphaltfertigern und HAMM Walzen. Synergien innerhalb der Gruppe könnten den Markteintritt beschleunigen.
Die Kombination aus deutscher Brech- und Siebtechnik mit lokalen Asphaltanlagen zeigt, wie spezialisierte Anbieter in Schwellenmärkten erfolgreich sein können. Mobile Technik, hohe Verfügbarkeit und lokale Partnerschaften sind der Schlüssel. Wer in Brasilien liefern will, braucht Service, Ersatzteile und technischen Support vor Ort – sonst stehen die Maschinen.




